Erste Bilanz der Ukrainehilfe des Landkreises Heidenheim

Große Resonanz auf Hilfeaufrufe

Um Geflüchteten aus der Ukraine möglichst schnell Hilfe bieten zu können, hatte der Landkreis Heidenheim die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Hierfür wurde eigens unter ukrainehilfe@landkreis-heidenheim.de eine E-Mail-Adresse sowie unter 07321 321-3000 eine Telefonhotline eingerichtet. Beide Kanäle dienen der Meldung von freiem Wohnraum zur Unterbringung von Geflüchteten. Darüber hinaus wurden – und werden weiterhin – ehrenamtlich Engagierte sowie Pflegefamilien zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine gesucht. Im Schnitt haben die Mitarbeitenden des Landratsamtes bisher rund 35 E-Mails und circa 50 Anrufe täglich zur Ukrainehilfe erreicht.

Zahlreiche Angebote zur Hilfe

Die Bilanz der Rückmeldungen aus der Bevölkerung fällt überaus positiv aus. So wurden dem Landkreis Heidenheim inzwischen 249 Angebote zur Unterbringung gemeldet, darin enthalten sind sowohl private Wohnangebote als auch Angebote zur Anmietung von Wohnraum. Außerdem konnten bereits erste Plätze vermittelt werden. Auch die Zahl der Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, ist beachtlich. Diese lag bisher bei rund 30 Personen, darunter beispielsweise Angebote zur Hilfe bei Übersetzungen, bei Behördengängen oder beim Einkaufen. Auch das Interesse an einer möglichen Aufnahme von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen ist groß. Aktuell haben sich hierzu 54 Familien, Einzelpersonen und Paare gemeldet. Am 10. März fand ein erster Infoabend statt. Eine weitere Informationsveranstaltung folgt am Mittwoch, 16. März 2022.

Vorläufige Unterbringung des Landkreises

Bislang konnten 23 Geflüchtete in den bereits bestehenden Unterkünften des Landkreises untergebracht werden. Zusätzlich fanden aktuell acht Geflüchtete in den ehemaligen Schwesterwohnheimen auf dem Schlossberg in Heidenheim vorübergehend eine Unterkunft. Zudem arbeitet der Landkreis im engen Schulterschluss mit den Städten und Gemeinden daran, weitere Gemeinschaftsunterkünfte schnellstmöglich als vorläufige Unterbringung nutzen zu können. Insgesamt sind aktuell 164 Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis gemeldet. Davon sind 133 privat in den Städten und Gemeinden untergebracht.

Landrat Peter Polta zeigt sich angesichts der großen Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung beeindruckt: „Die zahlreichen Rückmeldungen auf unsere Aufrufe zur Ukrainehilfe sind ein Musterbeispiel für gelebte Solidarität. Die Geflüchteten aus der Ukraine werden hier vor Ort mit offenen Armen empfangen. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden wird der Landkreis alles dafür tun, um ihnen das Leben in einer neuen Umgebung zu erleichtern. Die vielen Hilfsangebote aus der Bevölkerungen stimmen mich optimistisch, dass wir diese große Herausforderung gemeinsam meistern werden.“

Mithilfe weiter gefragt

Landrat Peter Polta bittet weiterhin um die Mithilfe aus der Bevölkerung. Nach wie vor können sich Bürgerinnen und Bürger melden, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen möchten. Angebote können unter ukainehilfe@landkreis-heidenheim.de gemeldet werden. Ebenso steht eine Hotline unter 07321 321-3000 (Mo bis Fr, 9 bis 15 Uhr, außer feiertags) zur Verfügung, unter der auch allgemeine Fragen zur Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine gestellt werden können. Darüber hinaus werden auch weiterhin ehrenamtlich Engagierte jeglicher Art gesucht, ebenso mögliche Pflegfamilien für minderjährige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Diese können sich ebenfalls unter der genannten Email-Adresse oder Telefonhotline melden. Alle Informationen zur Ukrainehilfe des Landkreises finden sich auch noch einmal gesammelt unter www.ukrainehilfe-lrahdh.de.